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Das Leben von Prof. Dr. Otto Schoetensack - Ein Genie seiner Zeit
*12. Juli 1850 in Stendal - gestorben 23. Dezember 1912 in Ospedaletti (Italien) 1. Vom Drogistenlehrling zum Chemiefabrikanten Otto Karl Friedrich Schoetensack kam am 12. Juli 1850 in Stendal, Altmark, zur Welt. Er war der jüngste der fünf Söhne von Heinrich August
Schoetensack und seiner Frau Julie, geb. Würger. Heinrich August war Lehrer am Stendaler Gymnasium. Neben seiner Lehrtätigkeit widmete er einen Großteil seiner Zeit der Abfassung sprachwissenschaftlicher und
geschichtlicher Werke. Eine ganze Reihe von Büchern zeugen von seinem Fleiß, von deren wissenschaftlichem Wert zeugt die Verleihung des Professorentitels durch den preußischen Kultusminister.
Otto Schoetensack verließ 1867 als Sekundaner das Stendaler Gymnasium und begann 1868 eine zweijährige Lehre im Drogeriegeschäft
von Herrn Bieber in Hamburg. Geld war knapp in der Familie Schoetensack, da zwei Söhne den Eltern mehr oder weniger auf der Tasche lagen. Die Eltern waren bestrebt, Otto so schnell wie möglich eine kaufmännische Laufbahn zu ermöglichen. Ottos vier Jahre älterer Bruder Georg, der in England ein Geschäft hatte, sollte ihm behilflich sein. Das Nesthäkchen der Familie stand ganz im Schatten seiner älteren Brüder, zumindest in den Augen der Eltern. Ottos Lehrzeit endete zu Beginn 1870. Entgegen den Erwartungen der Eltern fuhr Otto nicht zu seinem Bruder Georg nach London, sondern blieb in Hamburg. Er trat als kaufmännischer Gehilfe in das Wollgeschäft von Herrn Bruntsch ein. Dieser vertrat die Irisch-Britische Wollfirma Sprotten im norddeutschen Bereich und den anliegenden Ländern. Herr Bruntsch fand an dem intelligenten, großgewachsenen jungen Mann Gefallen. Nach kurzer Zeit gewährte er ihm in der Firma weitgehende Selbständigkeit. Auch Auslandsreisen nach England und Irland sowie ein Aufenthalt in Verviers - um die belgische Wollverarbeitung kennenzulernen - erweiterten seinen Horizont. Offensichtlich war Herrn Bruntsch sehr daran gelegen, Otto an seine Firma zu binden. Die Briefe der Mutter an Otto sind voll des Lobes über die vielversprechende und offensichtlich sehr einträgliche Position des Sohnes. Die Vorstellungen der Mutter erfüllten sich jedoch abermals nicht. Otto nutzte bei Bruntsch jede freie Minute, um »Chemie zu büffeln«.
Nach mehreren Jahren Mitarbeit in einer chemischen Fabrik, deren Miteigentümer er wurde, machte er sich selbständig. Am 2. Oktober 1877 wurde die offene Handelsgesellchaft »Hoffrnann &
Schoetensack« gegründet. Die Firma lief unter dem Namen »Hofmann & Schoetensack, Chemische Fabrik Ludwigshafen«. Am 17. November 1877 wurde daraus eine Aktiengesellschaft »Chemischen Fabrik
vormals Hofmann & Schoetensack« mit dem Hauptsitz in Mannheim und dem Werk in Ludwigshafen; das Aktienkapital betrug 900.000 Mark. Die beiden Mitglieder des Vorsatndes waren Dr. P.W. Hofmann und Otto
Schoetensack. Das Werk beschäftigte ca. 200 Arbeiter. Hergestellt wurden u.a. Chloral, Chloralhydrat, Gerb- und Gallussäuren, Chloroform, Schwefeläther, Tannin unsw. Später lieferte die Firma erhebliche Mengen Äther an
Christoph Boehringer (Mannheim und Stuttgart) für seine Chininproduktion. Otto Schoetensack beklagt in seinen Briefen immer wieder, daß sein Teilhaber Hofmann “in
erster Linie am Verdienst interessiert” war und in der Firma ansonsten durch Abwesenheit glänzte. Somit war Otto Schoetensack gezwungen, immer mehr Zeit in der Firma zu verbringen, schließlich Tag und acht. Dies,
sowie der Umgang mit den zitierten Produkten aus der Chlorchemie zehrten sehr an seinen Kräften und an seiner Gesundheit. Schließlich spielte damals Umweltschutz und Gesundheitschutz am Arbeitsplatz
kaum eine Rolle. Er litt zunehmend an den Folgen einer chronischen Bronchitis, Asthma und einem Kehlkopfschaden, was in zeitlebends verfolgen sollte. ur Linderung seiner Beschwerden verweilte er
oft in Engelberg in der Schweiz. Wie stark die Arbeitsplatzbelastung gewesen sein muß, lassen auch indirekt der Briefverkehr mit seinen Verwandten ahnen, so aus einem Brief seiner Mutter vom 23. Mai 1874:
“.... Habt Ihr noch frische Backen, oder hat die Chlorluft das frische Aussehen Euch genommen?...” (zur damaligen Zeit war es nicht unüblich, sich auch innerhalb der Familie zu “Siezen”).
Schließlich zog Otto die Konsequenzen aus seinem gesundheitlichen Neidergang und er verkaufte das Werk, das später in das Eigentum seines (entfernten) Verwandten Knoll überging. Somit
erwuchs aus seinem Werk das Kenstück der Knoll AG, einem bis heute namhaften Pharmazeutischen Werk, das die pharmazeutische Sparte der heutigen BASF AG verkörpert.
Die erheblichen finanziellen Mittel aus dem Firmenverkauf gestatten ihm fortan ein Leben als Prvatier. Endlich konnte er sein Leben dem widmen, was schon immer sein Hauptinteresse war: der Wissenschaft.
Otto Schoetensack mit Frau Marie-Luise und seinen beiden Söhnen Otto (später Rechtsanwalt in Heidelberg und August (rechts, sitzend, später Jura- Professor in Tüingen und Würzburg auf
Borkum im Jahre 1897. Kuraufenthalt wegen seiner durch Chemikalien angegriffenen Atemwege. |
2. Der Weg als Wissenschaftler 1883 zog er mit seiner Frau Marie und zwei Söhnen nach Freiburg. Seine Atemwegskrankheit zwang ihn weiterhin, wiederholt Engelberg in der Schweiz aufzusuchen. Dennoch
begann er – nun schon Mitte dreißig – an den Universitäten Freiburg und Straßburg mit dem Studium der Mineralogie, Geologie, Anthropologie und Philosophie, dann auch der Zoologie, Paläontologie und Anatomie (um
sich später immer mehr der Anthropologie und der Urgeschichte des Menschen zuzuwenden). In Philosophie übte vor allem Kant einen großen Einfluß auf ihn aus. Im Januar 1886 legte er das
philosophische Doktorexamen ab. Im November wurde ihm von der Universität Freiburg die Leitung des von Alexander Ecker (1816- 1887) begründeten Museums für Urgeschichte und Ethnographie übertragen.
Mit reichem Wissen versehen zog er wohl vorwiegend aus gesundheitlichen Gründen 1888 nach Heidelberg, wo er das Haus Blumenstraße 1 kaufte. Dort betrieb er zunächst als Privatgelehrter
prähistorische Forschungen in verschiedenen Regionen. Diese fanden in zahlreichen Publikationen ihren Niederschlag. Auch die Frage »Woher kommt der Mensch?« begann Otto zunehmend zu beschäftigen. Sein
Augenmerk richtete sich unter anderem auf eine Sandgrube, die ein Herr Rösch bei Mauer, ca. 10 km südöstlich von Heidelberg, betrieb, und mit dem er freundschaftlich verbunden war. Seit seinem
Umzug nach Heidelberg überwachte er diese Sandgrube und sorgte dafür, daß die Arbeiter sorgsam unterrichtet wurden und sorgfältig damit umgingen. Es wurde vereinbart, daß bei wichtigen Funden
umgehend in Heidelberg Nachricht zu geben sei. Den Arbeitern wurde für Funde eine kleine Belohnung ausbezahlt. So wurden in der Sandgrube zahlreiche prähistorische Tierknochen gefunden,
die Herr Rösch sorgfältig barg, um sie den badischen Staatssammlungen oder der Universität zu schenken. In der Grube wurden Knochen, Kiefer- und Zahnteile von Bären, Urelefanten, Hirschen
usw. gefunden. Analogieschlüsse veranlaßten Otto, Herrn Rösch und seine Mitarbeiter darauf aufmerksam zu machen, daß sich unter den zahlreichen Funden auch menschliche Überreste verbergen
könnten. Er machte immer wieder selbst Ausflüge in die Grube bei Mauer, auch um die Arbeiter auf die Wichtigkeit der Meldung von Knochenfunden hinzuweisen und um sie zu motivieren.
Nachdem sich im Laufe der Jahre sein Gesundheitszustand etwas gebessert und er mit Ende vierzig das Abitur nachgeholt hatte (er war seinerzeit ja mit mittlerer Reife von der Schule abgegangen),
schlug er - nun schon in den Fünfzigern - die akademische Laubahn ein. Hier wurde er besonders von seinen Heidelberger Freunden Klaatsch, Hoops und Salornon unterstützt. Schließlich
habilitierte er 1904 an der Naturwissenschaftlich-Mathematischen Fakultät der Universität Heidelberg als Dozent für Urgeschichte des Menschen, nachdem er die venia legendi für
“Anthropologie, insbesondere Urgeschichte des Menschen und Abstammung der Haustiere”, beantragt hatte. Seine Habilitationsschrift beschäftigte sich mit der »Tierwelt Mitteleuropas in der
neolithischen Periode« und basierte im wesentlichen auf eingehenden eigenen Forschungen über die in der Umgebung Heidelbergs gefundenen Tierknochenreste. Bald darauf wurde er zum Professor
ernannt, seine Einführungsvorlesung am 30. Juli 1904 hielt er über »Die Australier in ihren Beziehungen zur Urgeschichte des Menschen«, wo auch Forschungsergebnisse seines Kollegen Prof.
Hermann Klaatsch ihren Niederschlag fanden, die dieser auf einer Forschungsreise nach Australien gewonnen hatte. Seine Vorlesungen beschäftigten sich hauptsächlich mit vorgeschichtlichen
Themen, von der physikalischen Anthropologie bis hin zu griechischen Vasen. 3. Der Fund des Homo Heidelbergensis Nach einigen Jahren Lehr- und Forschungstätigkeit kam es endlich zu jenem Fund, der so lange erhofft
worden war, und der die wissenschaftliche Laufbahn von Otto Schoetnsack krönen sollte:Am 21. Oktober 1907 wurde in der Sandgrube “Grafenrain” bei Mauer vom Arbeiter Daniel
Hartmann ein Unterkiefer geborgen. Am nächsten Tage wurde Otto Schoetensack von Herrn Rösch, dem Sandgrubenpächter unterrichtet: »Schon vor 20 Jahren haben Sie sich bemüht, durch Funde in
einer Sandgrube Spuren des Urmenschen zu fniden, um den Nachweis zu liefern, daß zur gleichen Zeit mit dem Mammut (gemeint ist der Waldelefan)] auch
schon der Mensch in unserer Gegend gelebt hat. Gestern nun wurde dieser Nachweis erbracht, indem über 20 Metre unter der Ackeroberfläche auf der Sohle meiner Sandgrube
die untere Kinnlade, sehr gut erhalten, mit sämtlichen Zähnen, von einem Urmenschen stammend gefunden wurde. Auf der linken Hätfte der Kinnlade werden die Zähne durch ein
Conglomerat bedeckt, dagegen ist die rechte Hälfte frei!« Umgehend fuhr Otto mit dem nächsten Zug nach Mauer, wo er die Ankündigung Röschs in Form
eines in zwei Hälften zerbrochenen Unterkiefers bestätigt fand. Bei seinem weiteren Vorgehen legte Schoetensack eine außerordentliche Umsicht an den Tag. In Anbetracht der Bedeutung des Fundes
begnügte er sich nicht nur mit einer Befragung der Beteiligten , sondern ließ vielmehr deren Aussagen sowie den von einem Geometer gefertigten Lageplan des Fundgebietes mit der eingemessenen
Fundstelle in einem Protokoll notariell festhalten (Urkunde Nr. 442 des Großherzoglich Badischen Notariats Neckargmünd I vom 4. November 1907).
Weiterhin ließ Otto Schoetensack die Fundstätte durch Aufstellung eines großen Sandsteinblockes sichern. Der Fund des fossilen menschlichen Unterkiefer von Mauer war also kein Zufallsfund! Im
Gegenteil, er war geradezu planmäßig erfolgt, eine Methode, die für die damalige Zeit eine Seltenheit war. Die planmäßige, 20 Jahre lange Überwachung der Sandgrube, die systematische
Bestimmung der immer wieder gefundenen fossilen Knochen und die Schlüsse, die Schoetensack aus Geländebefunden und Fossilien zog: das war typisch geologische und paläontologische
Denkensart. Seine Rückschlüsse von der fossilen Fauna auf Klima und Umwelt von damals muten geradezu modern an.
Selbst der Fachmann hätte Schwierigkeiten gehabt, den Unterkiefer auf Anhieb als menschliche Ursprungs zu erkennen. Es fehlte der für den Menschen spezifische Vorsprung des Kinns vollständig
Auch die mächtigen Dimensionen des Unterkiefer waren ungewöhnlich. Einen sicheren Hinweis auf den menschlichen Ursprung des Unterkiefers bildete allein die Zähne, deren Größe sich kaum von
denen heutiger Menschen unterscheidet. Daß es sich jedoch eindeutig um den Unterkiefer eines Hominiden und nicht eines Affen handelt, konnte Otto Schoetensack nach intensiven
Forschungsarbeiten eindrucksvoll belegen. Er nannte den Urmenschen als Reminiszenz in seine Wahlheimat »Homo Heidelbergensis«. In seinem wissenschaftlichen Meisterwerk »Der Unterkiefer
des Homo Heidelbergcnsis - ein Beitrag zur Paläontologie des Menschen«, das nur ein Jahr nach dem Fund im Jahre 1908 als Buch erschien, faßt er die Forschungsergebnisse und seine
Theorien zusammen. Dieses Werk - mit dem Otto Schoetensack weltweit bekannt wurde - gilt noch heute als vorbildlich für die Darstellung paläontologischer Forschungsergebnisse. Es beinhaltet
neben einem geologisch-paläontolgischen einen anthropolgischen Teil mit einem speziell der Bezahnung gewidmeten Anhang, unterstützt durch zahlreiche photographische und diagraphische Aufnahmen sowie durch Röntgenbilder.
Wir wissen nicht, wie er es schaffte, dies innerhalb nur eines Jahres zu vollbringen. War es die
Angst, das Werk nicht mehr vollenden zu können? Er wurde ein berühmter Mann - doch die Folgen der früheren Krankheit zehrten weiter an ihm. Diese, sowie die Studienarbeiten und das Schreiben des
Buches hatten seine Kräfte aufgezehrt. Er war kaum mehr in der Lage, sein Werk in Vorträgen darzustellen. Nachdem er 1909 zum Titularprofessor für Anthropologie ernannt worden war, ließ sich Otto
Schoetensack 1911 von der Universität wegen der zunehmenden Verschlechterung seiner chronischen Atemwegserkrankung beurlauben. Er verbrachte die Wintermonate an der ligurischen Küste in
Ospedaletti, um Linderung seiner Beschwerden zu erlangen. Dort verstarb er am 23. Dezember 1912 . Der Unterkiefer, der aufgrund Otto Schoetensacks akribischer und beharrlicher (20 Jahre!)
Überwachung der Sandgrube gefunden, der von ihm wissenschaftlich untersucht und zutreffend als Hominide eingestuft und schließlich von ihm “Homo Heidelbergensis” benannt wurde, ist so zum
Typus-Exemplar dieser Spezies geworden, über die in späteren Jahren durch weitere Funde an anderen Orte weitere Aufschlüsse gelangen.
Wissenschaftliche Publikationen vonOtto Schoetensack
1885: Dissertation “Die Nephritoide des Mineralogischen und des
Ethnographisch-Prähistorischen Museums der Universität Freiburg im Breisgau”. Berlin. (Januar 1886
philosophisches Doktorexamen in Freiburg/Br.).
1886: Hämatitbeil aus dem Sennaar. Verhandlungen der Berliner Anthropologischen Gesellschaft, Bd. 18, S. 86.
1893: Die megalithischen Gräber (Steingrabkammern) Deutschlands. (Zusammen mit Ed. Krause). Zeitschrift für Ethnologie, Bd. 25, S. 105.
1895: Diluvial-Funde von Taubach bei Weimar. Erste Mitteilung über einen in dem dortigen Kalktuff aufgefundenen menschlichen Milchbackenzahn. Zeitschrift für Ethnologie, Bd. 27, Verh. S. 92 u. 338.
1897: Vor- und Frühgeschichte aus dem italienischen Süden und Tunis. Zeitschrift für Ethnologie, Bd. 29, S. 1. 1897: Untersuchung der Tierreste aus dem Gräberfelde der jüngeren Steinzeit bei Worms.
Verhandlungen der Berliner Anthropologischen Gesellschaft, Bd. 29, S. 470. 1898: Die Tongefäßscherbcn aus der neolithischen Schicht vom Schweizersbild bei
Schaft'hausen. Verhandlungen der Berliner Anthropologischen Gesellschaft, Bd. 30, S. 232. 1899: Die neolithische Niederlassung bei Heidelberg. Verhandlungen der Berliner
Anthropologischen Gesellschaft, Bd. 31, S. 566 1901: Über die Bedeutung der »Hocker«-Bestattung. Zeitschrift für Ethnologie, Bd. 33, S. 522.
1901: Die Bedeutung Australiens für die Heranbildung des Menschen aus einer niederen Form. Zeitschrift Für Ethnologie, Bd. 33, S. 127.
1901: Sur les fibules paléolithiques er spécialement sur celles du Veyrier (Haute Savoie). Anzeiger für Schweizerische Altertumskunde N.F., Bd. 3 S. 1.
1902: Erläuternde Bemerkungen zu meiner Abhandlung "Über die Bedeutung Australiens für die Heranbildung des Menschen aus einer niederen Form". Verhandlungen der Berliner
Anihropologischen Gesellschaft, Bd. 34, S. 104. 1902: Die geschliffenen Steinwerkzeuge aus der neolithischen Schicht vom Schweizersbild. -
Die Tongefäßscherben aus der neolithischen Schicht vom Schweizersbild. Neue Denkschriften der Schweizer. Gesellschaft für die ges. Naturwissenschaft, Bd. 35, S. 347 u. 357.
1902: Über paläolithische Funde in der Gegend von Heidelberg. Ber. des Oberrheinischen geologischen Vereins, 35. Vers. zu Freiburg.
1903: Der durchlochte Zierstab (Fibula) aus Edelbirschgeweih von Klein-Machnow. Globus, Bd. 84, S. 107. 1903: Die Gleichzeitigkeit der Niederlassung aus der Rentierzeit bei Munzingen und der
paläolithischen Schicht von Thaingen und Schweizersbild. Archiv für Anthropologie, Bd. 1, S. 69. 1903: Über den neolithischen Knochenschmuck von Rinnehügel und Burtnecksee (Livland),
der eine überraschende Ähnlichkeit hat mit dem durchlochten Zierstabe (Fibula paläolithica) der Magdalenieriepoche. Zeitschrift für Ethnologie, Bd. 35, S. 378.
1904: Zur Nephritfrage. Zeitschrift für Ethnologie, Bd. 36, S. 141. 1904: Über die Kunst der Thainger Höhlenbewohner. Denkschrift der allgem. Schweizer.
Gesellschaftfür die ges. Naturwissenschaft, Bd. 39 (2), s. 117. 1904: Habilitationsschrift “Beiträge zur Kenntnis der neolithischen Fauna, mit besonderer
Berücksichtigung der Funde am Mittelrhein”. Verhandl. der naturw.-medizin. Ver. Heidelberg, N.F. Bd. 8, 1. Heft. - Habilitation im Sommersemester, Antrittsvorlesung /
Einführungsvorlesuncr (30.07.): “Die Australier in ihren Beziehungen zur Urgeschichte des Menschen”, veröffentlicht in: Verhandl. der naturw.-medizin. Ver. Heidelberg, N.F. Bd. 7, 1902 -
1904, S. 105 - 138. 1905: Neolithische Tongefäßscherben des Permlivländischen Typus und über Kieselartefakte von Palkino (Gouv. Perm). Zeitschrift für Ethnologie, Bd. 37, S. 357.
1905: Tasmanische Steininstrumente. Zeitschrift für Ethnologie, Bd. 37 S. 362. 1907: Über die Gleichzeitigkeit der menschlichen Niederlassung im Löß bei Munzingen, unweit
Freiburg i.B., und der dem Magdalenien zugehörigen paläolithischen Schicht von Thaingen und Schweizersbild. Archiv für Anthropologie, Bd. 6, S. 169.
1908: Der Unterkiefer des Homo Heidelbergensis aus den Sanden von Mauer bei Heidelberg. Ein Beitrag zur Paläontologie des Menschen. Leipzig, Wilhelm Engelmann.
1910: Prähistorische Hornsteinartefakte von Oberschwörstadt am Oberrhein. Prähistorische Zeitschrift, Bd. 1, S. 347.
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